Grundsätzliches.
Grundsätzliches zur Lokalen Agenda 21
in der Gemeinde Ebermannsdorf
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1. Leitsatz: Lebensgrundlagen aufrecht erhalten und Ressourcen in naturverträglichem Rahmen nutzen !
Prinzip der Nachhaltigkeit
- ökonomisch, ökologisch, sozial (kulturell )
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2. Szenarien zur allmählichen Stabilisierung des Lokalen Agenda 21-Prozesses
Szenario 1: Lokale Agenda = Motor und Transmissionsriemen nachhaltiger Gemeindeentwicklung
- vernetzend-kommunikativ
Erste Phase: L.A. = eigenständiger kommunalpolitischer Akteur
- Formen: Beirat, Runder Tisch, Fachforen, Arbeitskreise, Projekte, Öffentlichkeitsaktionen
Zweite Phase: L.A. = Medium, das konkretisierte Leitbilder in kommunale Handlungsfelder transportiert
Ziel: Vernetzung von Netzwerken
- Lernnetzwerke schaffen, die Transfer- und Diffusionsprozesse in Verwaltung, Wirtschaft und Alltagsleben anstoßen
- sich ständig veränderndes Netzwerk
Stellung:
- kein kommunales Entscheidungsgremium
- keine Konkurrenz zu Entscheidungsträgern
- Anziehungskraft, die alle gesellschaftlichen Gruppen inkl. Politik und Verwaltung in breiten dialogisch-kooperativen Prozess einbindet
- daraus erwächst neues Rollenverständnis für Bürger, Politiker und Verwaltung, das starke Anreize zum Mitmachen ausübt
Folgen:
- Verlagerung von Macht auf neue dialogisch-kooperative Politikprozesse
- gegen Prinzip der Parteienkonkurrenz
- gegen das traditionelle Selbstverständnis der Verwaltung, einzig kundiger Sachwalter des Allgemeinwohls zu sein
- Interessengruppen müssen Druck-, Droh- und Protestpolitiken in kooperative Handlungsstrategien einbinden.
Fazit: Neuer Wein in neuen Schläuchen !
Szenario 2: L.A. = Ergänzung der kommunalen Politik
- setzt Impulse, die die gesellschaftliche Selbstorganisation stärken
- kann aber das Aufgreifen dieser Impulse im Rahmen der Kommunalpolitik nicht steuern
- Stabilisierung der L.A. fraglich - arbeitet ähnlich Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen an einigen Projekten und Projektnetzwerken
- verfehlt Ziel, neue Formen nachhaltiger Kommunalentwicklung zu schaffen
Fazit: Alter Wein in neuen Schläuchen !
Szenario 3: L.A. = zeitlich begrenzter Input zum Anstoß nachhaltigkeitsfördernder kommunal-politischer Maßnahmen
- nur in Konsultationsphase aktiv
- Funktion durch Mobilisierung, Vernetzung, Diskursentfaltung, Veränderungsimpulse für Verwaltung und Organisationen erfüllt
- dialogisch-vernetzende Kommunikationsprozesse auf Dauer nicht gewährleistet
- politisch-administrative Ebene muss Impulse aufgreifen und in effektive Maßnahmen umsetzen
- Primat der Parteipolitik und der Verwaltung bleibt erhalten
- realistische Entwicklungsoption
- Ziele lokaler Nachhaltigkeit ohne breite Partizipation und neue institutionalisierte Politikformen und -verfahren kaum realisierbar
Fazit: Neuer Wein in alten Schläuchen !
Welches Szenario wofür ?
Probleme:
Szenario 1 - Realisierungschancen gering
Szenario 2 - Gefahr der Abdrängung in eine zivil-gesellschaftliche Nische
Szenario 3 - Abkoppelung von den zivil-gesellschaftlichen Ressourcen, die die Kommunalpolitik gerade für einen Kurswechsel in Richtung Nachhaltigkeit mobilisieren müsste
Lösung = Ausweg: Szenario 1 ist Wunschziel und Leitidee
- Annäherung schrittweise und in Zick-Zack-Bewegungen
- wenn "Druck von unten" groß, Schwerpunkt auf Vernetzung des bürgerlichen Engagements mit Politik und Verwaltung legen
- wenn "Druck von unten" gering, zunächst Verwaltung durch Vernetzungsleistungen und Modellhandeln gefordert
- d.h. mehr als nur Kunden- und Dienstleistungsorientierung
- Abkehr vom traditionellen Verwaltungsverständnis
- Bürger nicht mehr nur Klient sondern Ko-Planer und Ko-Produzent kommunaler Leistungen
Entscheidend
- politischer Wille zur Stabilisierung der Lokalen Agenda 21
- netzwerkartig organisierter, dialogisch-kooperativer Politikprozess
- Verknüpfung der Bürgerschaft mit Verwaltung und Politik, wobei Akzente von Fall zu Fall stärker auf der einen oder anderen Seite liegen werden
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www.agenda.ebermannsdorf.de |