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Bericht.

Ebermannsdorf. (wec) / awe). Dem Agenda-Arbeitskreis Kultur gelang es, bei einem einzigartigen Mundartabend im voll besetzten Berggasthof, die Oberpfalz als Ganzes und die heimatliche Region im Besonderen durch eine herrliche Mischung aus Musik, Literatur und bildender Kunst darzustellen. Nach dem Motto „Mia san a wer!“
war es dem Arbeitskreis Kultur wichtig, die Gleichwertigkeit mit anderen Regionen herauszustellen und das heimatliche Selbstbewusstsein zu stärken. Dazu begrüßte der Sprecher des Arbeitskreises, Alexander Grassl, verschiedene Poeten, Musikanten und Kabarettisten aus der Region, sowie bestens bekannte Akteure aus der Gemeinde Ebermannsdorf.

Bild: Manfred Klemm u. Grete Pickl
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Einen literarischen Bogen spannten die beiden Lektoren Manfred Klemm und Grete Pickl mit zahlreichen Gedichten und Geschichten von Autoren aus dem hiesigen Raum, die die Themen „Heimat“, „Herbst“, „Die Welt, in der wir leben“, bis hin zum „Essen“ umfassten. Die im Wechsel vorgetragenen Texte regten das Publikum zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln und Lachen an. Geschichten von der Wurstkuchl in Regensburg, von „Erdepfln“ und „Erbirn“ oder anderem „Arme-Leute-Essen“ stellten für oberpfalzfremde oder nicht ganz einheimische Ohren sicherlich eine interessante und lehrreiche Sprachklangstudie dar. Wer weiß schon noch, dass das Allerheiligenspitzel das Allerheiligste an Allerheiligen war und mancherorts heute noch ist? Mit einer witzigen Sammlung alter Sprichwörter zum Thema „Essen“ – „Dreimal schlecht g’essen is aa g’fast!“ - landete Manfred Klemm beim Publikum einen weiteren Volltreffer.

Die unverfälscht vorgetragene, klangvolle oberpfälzer Volksmusik der Geschwister Winterer, deren Texte so treffend auf die Themenbereiche abgestimmt waren, animierte das Publikum zu tosendem Applaus, mit dem sie mehrere Zugaben forderten. Auch die Instrumentalisten aus dem Dorf umrahmten die Veranstaltung sehr angenehm und unterhaltsam - ein besonderer Dank ging an Heinz Mack, der trotz frisch eingegipstem Fuß seiner Diatonischen urige Klänge entlockte. Walter Breitkopf und Rolf Müller spielten auf ihrem Akkordeon und ließen das Publikum in so manches bekannte Lied mit einstimmen.

Eine Garantie für schmerzhafte Bauchmuskeln stellt bekanntlich die Ebermannsdorfer Theatergruppe dar. Mit ihrem Sketch über unvereinbare Urlaubswünsche, die sich auf der Grenze zwischen Berggipfeln und Sandstrand bewegten, sorgten sie auch an diesem Abend bei den lachenden Gästen für den schönsten Muskelkater der Welt.

Während des ganzen Abends bestand die Möglichkeit, die neuen Ebermannsdorfer
Postkarten, die als philatelistische Rarität mit Erstausgabe-Stempeln versehen waren, zu erwerben. Die letzten zehn Exemplare wurden an die meist bietenden Käufer versteigert. Der Erlös aus dieser Aktion waren 230 Euro, die Alex Grassl an den ersten Bürgermeister Albert Gruber überreichte. Dieser dankte im Namen von Dekan Alfons Laumer, der leider verhindert war, sehr herzlich für die Spende, die für die Renovierung der alten Johanniskirche bestimmt ist.

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